„Die geplanten Einschnitte der Pflegereform gefährden das Leben vieler pflegebedürftiger
Menschen und ihrer Angehörigen.“
Berlin, den 08.06.2026
Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e. V. (ABiD e.V.) warnt eindringlich vor
den massiven negativen Folgen der geplanten Pflegereform des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend. Besonders der Wegfall der Verhinderungspflege durch vertraute
Personen, die zusätzliche Belastung der ohnehin überlasteten Pflegedienste sowie Kürzungen bei
Leistungen für pflegende Angehörige würden viele Betroffene in existenzielle Not bringen.
Marcus Graubner, selbst pflegender Angehöriger und Vorsitzender des ABiD e.V., erklärt:
„Meine Frau hat Pflegegrad 5, ich selbst Pflegegrad 4. Wenn diese Reform in Kraft tritt,
bricht unser Leben in sich zusammen. Ein Pflegeheim können wir nicht bezahlen – und wir
müssten sogar fürchten, unser barrierefreies Zuhause zu verlieren.“
Graubner betont, dass die Reform Menschen in den schwersten Lebenssituationen treffe:
„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Das ist ein Grundsatz
unseres Grundgesetzes. Die geplanten Maßnahmen widersprechen diesem Anspruch
fundamental.“
Der ABiD e.V. fordert die Bundesministerin auf, die Reform dringend zu überarbeiten und die
geplanten Kürzungen zurückzunehmen. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen
bräuchten Entlastung, Planungssicherheit und Respekt – keine zusätzlichen Belastungen.
Für Rückfragen:
Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland e. V. (ABiD)
Marcus Graubner, Vorsitzender
Friedrichstraße 95, 10117 Berlin

weitere Vorschläge für Sie