BERLIN (kobinet) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch in Tübingen wird sie weggespart. Oberbürgermeister Boris Palmer verweigert der erfolgreichen Rollstuhl-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger eine Rampe für ihre Ehrung im Juni. Die Begründung der Stadt: zu teuer, zu wenig Platz. Für den ABiD ist das ein handfester Skandal und ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen mit Behinderung.  Menschenwürde darf kein Kostenfaktor sein. Die Sportlerin stellte öffentlich die bittere Frage: „Bin ich weniger wert?“ Der ABiD antwortet darauf ganz deutlich: Niemand ist weniger wert. Aber das Verhalten der Stadt Tübingen zeigt genau diesen respektlosen Umgang. Geld und Platz dürfen niemals als Ausrede dienen, um Menschen vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen.

„Es ist beschämend, wenn eine Sportlerin wegen ein paar Euro nicht auf die Bühne darf. Wir fordern Oberbürgermeister Palmer auf, diese Entscheidung sofort zurückzunehmen. Menschen mit Behinderung wollen nicht von unten zuschauen müssen. Wir gehören selbstbestimmt mitten auf die Bühne des Lebens!“ erklärt der Bundesvorsitzende des ABiD, Marcus Graubner, in dem Zusammenhang.

Die Kernforderungen des ABiD, der für politische Partizipation und ein selbstbestimmtes Leben kämpft, fordert von der Stadt Tübingen und der Politik im Land:

  • Sofortige Lösung: Die Stadt Tübingen muss bis Ende Juni eine Rampe für Cary Hailfinger aufbauen.
  • Recht statt Gnade: Barrierefreiheit ist kein freiwilliges Geschenk. Sie ist ein Grundrecht für alle Menschen.
  • Strenge Gesetze: Wer Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verhindert, muss spürbare Strafen zahlen.
  • Mitbestimmung ab Tag eins: Menschen mit Behinderung müssen bei der Planung von Events von Anfang an als Partner am Tisch sitzen.

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