Folgende Themen möchten wir dabei aufgreifen:

  1. Zugang ohne Barrieren zu ambulanten und stationären Gesundheitseinrichtungen
    Aktuell vertreten wir Sie hierfür in Vernetzungsgesprächen mit der AG barrierefreie
    Arztpraxen und der Gruppe Medizinstudierender mit chronischer Erkrankung/
    Behinderung NEMO.
    Außerdem sind Sie ganz herzlich zum Stammtisch am 16.11. um 18 Uhr
    eingeladen. Dort werden wir einen Referenten der Kassenärztlichen
    Bundesvereinigung zu Gast haben.
    Nach der Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Erarbeitung des im
    Koalitionsvertrag
    vereinbarten Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies
    Gesundheitswesen haben wir bis zum 15.12.2023 die Möglichkeit, zu folgenden
    Handlungsfeldern Ideen einzubringen:
    Handlungsfeld I – Barrierefreie und inklusive Gesundheitsversorgung
  • Handlungsfeld II – Barrierefreiheit in der Langzeitpflege
  • Handlungsfeld III – Inklusive Prävention
  • Handlungsfeld IV – Inklusion durch Digitalisierung
  • Handlungsfeld V – Diversität im Gesundheitswesen
    Haben Sie dazu Anregungen, schreiben Sie gerne eine E-Mail an
    julia.augustin@abidev.de
    *
    Aufgrund der Überlastung deutscher ärztlicher Praxen hat die Kassenärztliche
    Bundesvereinigung (KBV) eine Aktionswebsite gestartet, auf der Bürger:innen ihre
    Bundestagsabgeordneten über den Missstand informieren können:
    https://www.praxenkollaps.info/

Gemeinsam gegen soziale Isolation durch Behinderung
Wir möchten Wege aus der Isolation durch Behinderung anregen.
Wenn Sie weitere Ideen oder Anregungen zu den Themen haben, können Sie eine
E-Mail
schreiben an: julia.augustin@abid-ev.de
Sollten Sie darüber hinaus Interesse daran haben, sich aktiv an der Vernetzungsarbeit
oder an der Erstellung von Informationsmaterial der Selbsthilfe zu beteiligen, freuen
wir
uns ebenfalls auf Ihre Nachricht.
Als PDF verfügbar

Berücksichtigung von Besonderheiten bei der Behandlung von Menschen mit
Behinderung
Unter dieser Rubrik soll die Hilfsmittelversorgung durch Schulung von
medizinischem Fachpersonal und Vernetzung mit gesundheitspolitischen
Akteur:innen verbessert werden.
Am 7.11. fand die online-Diskussion der gematik zur elektronischen Patient:innenakte
statt. Auch bei Projekten der Digitalisierung müssen aus unser Sicht Barrierefreiheit,
einfache Einsicht in gespeicherte Daten und vorherige verständliche Aufklärung über
Optionen – genauso in leichter Sprache – gewährleistet sein. Genau muss zuvor
zudem
der spezifische Rahmen der Datennutzung festgelegt werden. Dabei ist die Wahrung
des
Datenschutzes essentiell.
*
Am 23.10.2023 fand zudem das Transferforum Pflege und Seelsorge des
Transfernetzwerk Soziale Innovation online statt. Zunächst wurden die mehr als 40
Teilnehmenden von den vier Vortragenden über die Bedeutung und Probleme der
Schnittstelle zwischen katholischer Seelsorge und Pflege informiert. Im Anschluss
blieb
Zeit für Fragen. Leider konnte nicht auf spezielle Anliegen wie die besonderen
Bedürfnisse
bei Menschen mit Behinderungen oder die Barrierefreiheit eingegangen werden. Eine
spezielle Seelsorge für Menschen mit Behinderungen bieten aber für die
Unterstützung in
der Krankheitsbewältigung beispielsweise die Erzbistümer auf ihren Internetseiten an,
wie
beispielsweise das Erzbistum Berlin:
https://www.erzbistumberlin.de/hilfe/menschen-mitbehinderung/. Regional werden
auch von anderen Konfession Seelsorgeangebote zur
Verfügung gestellt (z.B. MUSE e.V. Wiesbaden:
https://www.wiesbaden.de/leben-inwiesbaden/gesellschaft/migration-integration/conte
nt/islamische-seelsorge.php) oder von
der Evangelischen Kirche in Deutschland:
https://www.ekd.de/Seelsorgebereiche19546.htm.

Schutz vor Gewalt von vulnerablen Gruppen
Etwa jede dritte Frau erlebt der Weltgesundheitsorganisation zufolge körperliche
bzw. sexuelle Gewalt oder häusliche Gewalt weltweit.(1,2) Auch Männer können
betroffen sein.(3)
Weibliche Personen mit Behinderung sind 2- 3mal häufiger Opfer.(4,5)
Daher möchten wir mit Opferschutzverbänden in Kontakt treten, um für das Thema
unter Ersthelfenden beispielsweise im Gesundheitssystem zu sensibilisieren,
Hilfsangebote barrierefrei zusammenzustellen und gesellschaftlich speziell über die
Situation von Menschen mit Behinderung aufzuklären.
(1) World Health Organization (WHO). Violence against Women. (Zugriff Juli 23
2023; https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/violence-against-women)
(2) United Nations. Examining Domestic Violence Around the World: The Cost of
Doing Nothing. (Zugriff Juli 23 2023;
https://www.un.org/en/academic-impact/examining-domestic-violence-around-worldco
st-doing-nothing)
(3) Kolbe V., Büttner A. Domestic Violence Against Men—Prevalence and Risk
Factors. Dtsch Arztebl Int. 2020 Aug; 117(31-32): 534–541.
(4) Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. Formen der
Gewalt erkennen. (Zugriff Juli 22 2023;
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/
haeusliche-gewalt)
(5) Bundeskriminalamt. Hilflose Personen wegen Behinderung (Körperlich/ geistig)
oder Gebrechlichkeit/ Krankheit/ Verletzung. Bundeskriminalamt. Häusliche Gewalt
– Bundeslagebild 2022; Wiesbaden 2023:25.
Der Parietätische Wohlfahrtsverband hat einen Leitfaden entwickelt:
https://www.derparitaetische.de/fileadmin/user_upload/gewaltschutz-2023_web.pdf

Förderung der Inklusion im Arbeitsleben
In diesem Bereich soll es um das Sichtbarmachen von Menschen mit Behinderung
auf dem Arbeitsmarkt, Hürden und die Verbesserung der Inklusion auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt, aber auch in den Werkstätten gehen.
Bis zum 31.10. haben wir uns im online- Diskussionsforum Rehabilitations- und
Teilhaberecht auf www.reha-recht.de zum Thema Inklusion von Menschen mit
kognitiven
und psychischen Beeinträchtigungen beteiligt. Die Diskussionsbeiträge werden nun
von
den Veranstaltenden zusammengefasst und demnächst veröffentlicht.

Ausbau der Inklusion im Schulalltag
Themen sollen die Inklusion in die allgemeine Gesellschaft ab der Kindheit mit ihren
Herausforderungen sowie die Schaffung eines besseren Bewusstseins für
Behinderung durch z.B. Aufnahme in Lehrformate oder Ausweitung der Ausbildung
von unterstützenden Sonderpädagog:innen sein.

Abbau der Diskriminierung als belastender Faktor in der Krankheitsverarbeitung
Unter dieser Rubrik möchten wir uns der Diskriminierung durch unsere
Erkrankungen und Behinderung widmen, indem wir Aufklärungsmaterial erstellen
und Hilfsangebote zusammenstellen.

Alles rund um Pflege bei Krankheit
In diesem Bereich soll es um Themen rund um Pflege wie
Informationsmöglichkeiten zu Pflegeformen, Schulung für die Besonderheiten bei
Behinderungen im Gesundheitssystem und Aufklärung über Zeichen der Gewalt in
Pflegebeziehungen gehen.

Einfacher Zugang in der medizinischen Versorgung Geflüchteter mit Behinderung
oder
wohnungslose Menschen
Wir möchten uns für einen leichten Zugang zu medizinischer Versorgung und die
Hilfsmittelversorgung für Geflüchtete mit Behinderung oder wohnungslose
Menschen einsetzen.

Barrierefreie Unterstützung bei Beantragung von Anerkennung einer
Schwerbehinderung oder eines Pflegegrades
Hier wird es um die Erleichterung der Antragstellung und Verbesserung der
Anerkennung durch die Behörden gehen.

weitere Vorschläge für Sie