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Sozialberatung des Allgemeinen Behindertenverbandes wird gut angenommen!

Pressemitteilung

Berlin (07.05.2022). Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. (ABiD) bietet seit einigen Monaten eine Sozialberatung per Mail an. Nach einer ersten Auswertung wird dieser kostenlose Service sehr rege in Anspruch genommen. Bei den vorgetragenen Anliegen handelt es sich vor allem um psychosoziale Fragen, eine Rechtsdienstleistung wird hingegen nicht angeboten und ist entsprechend ausgeschlossen. Wie der zuständige Sozialberater des Verbandes mitteilt, kann lediglich eine Darlegung entsprechender Vorschriften in Form einer pauschalen Sozialgesetzaufklärung ohne eine individuelle, tiefgehende Einzelfallprüfung vorgenommen werden, so Dennis Riehle. Er erklärt darüber hinaus: „Unser Angebot versteht sich als eine durchtragende, begleitende und beratende Auskunft und als erste Orientierung und Vermittlung an die zuständigen Stellen. Ich kann die Rechtslage referieren und bin natürlich für Sorgen und Nöte von behinderten Menschen ansprechbar“, sagt der 36-jährige als Integrations-, Psychologischer und Senioren-Berater, in Seelsorge und Coaching ausgebildete Riehle aus Konstanz, der die Unterstützung ehrenamtlich leistet. Er ist daneben auch in Sozialrecht, Rechtsfragen der Pflege, Grundlagenmedizin sowie Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung zertifiziert und war lange Zeit selbstständig tätig, ehe er aufgrund eigener Behinderung und chronischer Erkrankung erwerbsunfähig wurde.

„Die meisten Anfragen gehen zum Thema ‚Schwerbehinderteneigenschaft‘ bei mir ein, gefolgt von Erkundigungen zu Nachteilsausgleichen am Arbeitsplatz, Anliegen zu Leistungen der Eingliederungshilfe, Integrationsmaßnahmen, Persönlichem Budget und Pflege. Gleichermaßen häufen sich allerdings auch die Nachfragen nach Beschwerdemöglichkeiten von Bewohnern betreuter Einrichtungen, die sich falsch aufgehoben oder behandelt sehen. Überdies gibt es immer wieder Unklarheiten zum barrierefreien Wohnen und den generellen Anspruchsvoraussetzungen auf diverse Sozialhilfen. Betroffene erkundigen sich auch nach gesonderter Unterstützung für Blinde oder Sehbehinderte, Taube und hörgeminderte Menschen und Personen mit anderen Sinneseinschränkungen. Auch wird immer wieder zu Hilfs- und Heilmitteln, Anrecht auf berufliche und medizinische Rehabilitation angefragt. Zuletzt gingen dann immer häufiger Mails von Geflüchteten mit Behinderung bei mir ein, welche sich nach Anlaufstellen erkundigten. Und nicht zuletzt mehren sich die Zuschriften von Menschen mit Handicap, die aufgrund ihrer persönlichen Situation in seelischen Krisen stecken und nach einem Therapieplatz suchen“, führt Dennis Riehle abschließend aus.

Die entgeltfreie Sozialberatung des ABiD e.V. kann über die Homepage www.abid-ev.de oder direkt über Mail: Soziales@ABiD-ev.de erreicht werden. Nach Einwilligung in die nötige Datenschutzerklärung kann das Anliegen unmittelbar elektronisch vorgebracht werden. Entsprechend steht die freiwillige Dienstleistung allen Bürgern zur Inanspruchnahme offen. Verschwiegenheit wird zugesichert. Eine anonyme Mail-Beratung ist ebenfalls möglich. Haftung wird ausgeschlossen. Auskünfte werden nach bestem Wissen erteilt.