Unsere Standpunkte und Positionen

Mit Ausladung – Glaubwürdigkeit verloren!
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,
wir hatten eine große Vision. Wir, Menschen mit und ohne Behinderungen, wollten uns am 3. Dezember 2011 im Deutschen Bundestag treffen und darüber beraten, wie wir zu einer inklusiven Gesellschaft werden können.  
Ein Ausladungsschreiben, welches diese Woche über 300 Menschen mit Behinderungen aus dem Bundestag erhalten haben, trägt unter anderem die Unterschrift, von Dr. Ilja Seifert. Das haben wir nicht verstanden!  
Auf der heute, am 15.10. stattgefundenen Vorstandssitzung des ABiD in Berlin haben wir das kritisiert.
Die Auswirkungen auf unsere Verbandsarbeit werden wir in den Gremien diskutieren.

Die behindertenpolitischen Sprecher/innen der Bundestagsfraktionen und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen haben sich dazu hergegeben, den Rückzug einer unfähigen und unwilligen Bundestagsverwaltung  aus der geplanten Veranstaltung am Weltbehindertentag zu decken. Behindertenfeindliche Vorurteile und Bedenkenträger konnten sich damit durchsetzen.
Dass es politischen Druck gegeben hat, bleibt zu vermuten.
Mit so einer behindertenpolitischen Interessenvertretung ist der Weg  in eine inklusive Gesellschaft sehr steinig!  Der Vertrauensverlust ist immens.

Für Selbstbestimmung und Würde
Marcus Graupner und Peter Braun, stellv. Vorsitzende des ABiD e.V.
Berlin, 15.10.2011
Das Ausladungsschreiben finden Sie hier:

• Link: Protest am Reichstag

ABiD unterstützt Kampangne für Teilhabeermöglichung
Nach der Tagung des Vorstands des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“ e.V. (ABiD) am 14.d.M. erklärt dessen Vorsitzender, Dr. Ilja Seifert, MdB, zur Notwendigkeit eines starken Teilhabesicherungs-Gesetzes für Menschen mit
Behinderungen:
Sowohl die UN-Behindertenrechtskonvention als auch die jüngst veröffentlichten Überlegungen einer Expertenkommission für die Neufassung des Pflege(Assistenz)-Begriffs stimmen uns optimistisch. Sie weisen in die richtige Richtung: Es geht um Teilhabeermöglichung, Selbstbestimmung und freie Persönlichkeits-Entfaltung auch für Menschen mit Behinderungen. Dazu benötigen wir umfassende Barrieren-Beseitigung und den Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile als durchgehendes gesetzgeberisches, gestalterisches und verwaltungspraktisches Prinzip.
In diesem Zusammenhang unterstützen wir ausdrücklich die Kampagne des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V. (ForseA) für die Schaffung eines bedarfsdeckenden, einkommens- und vermögensunabhängigen Teilhabesicherungsgesetzes auf Bundes-ebene. Der ABiD sieht darin wesentliche Anregungen aus seinen bereits vor Jahren veröffentlichten „Eckpunkten für ein Bundesgesetz zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile und zur Absicherung der erforderlichen personalen Assistenz (Nachteilsausgleichsgesetz mit Assistenzsicherungscharakter / NAGAS)“ aufgegriffen.
Menschen mit Behinderungen brauchen ein starkes Gesetz, das ihnen nicht nur formale Gleichstellung, sondern reale Teilhabe zu gleichen Bedingungen wie Menschen ohne Behinderungen ermöglicht.
Wir wünschen uns, dass diese Erklärung in interessierten Kreisen verbreitet wird und von der politischen Öffentlichkeit beachtet würde.
admin.PB. 15.02.09


• Link: weitere Informationen hier

• Datei: NAGAS_-_Positionpapier_des_ABiD_e.V..pdf
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