Aktuelles aus der Verbandsarbeit

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Bild:priv. I. Seifert Vor dem Bundeskanzleramt formierte sich der Protestzug

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:priv. I. Seifert Vor dem Bundeskanzleramt formierte sich der Protestzug

Kraftvolle Aktion in Berlin
Unter dem Motto "Aufzug statt Auszug" demonstrierten heute in Berlin wieder mindestens 1500 Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen
- für umfassende Barrierefreiheit (auch im privaten Bereich) darunter für barrierefreie Wohnungen,
- für ein wirkungsvolles Bundes-Teilhabegesetz,
- für Menschenrechte statt "Wohltätigkeit",
- für den Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile,
- für die Einhaltung und Umsetzung der UN-Behindertenrechts-Konvention u.v.a.m.
Wir begannen vor dem Amtssitz der Bundeskanzlerin. Sie kam aber nicht heraus, wollte uns nicht hören. Dort sprach u.a. die Behindertenbeauftragte Verena Bentele. Sie verlangte u.a., pauschale Wahlrechtsausschlüsse abzuschaffen.
Auf dem Weg zum Brandenburger Tor rissen wir eine symbolische Barriere aus Vorurteilen ein. Allen voran Dominik Peter, der Vorsitzende des Berliner Behindertenverbandes (BBV).
Auf dem Platz des 18. März versprachen uns u.a. die behindertenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsparteien, sich für ein starkes Teilhabegesetz einzusetzen.
Obwohl einige Freunde wegen des Bahnstreiks nicht teilnehmen konnten: Es war wieder eine mutmachende Aktion!
Ilja Seifert, 05.05.2015

Bild:ABiMV-PB Demo am 5. Mai 2014 in Berlin vor dem Reichstag (rechts hinten) Ilja Seifert

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiMV-PB Demo am 5. Mai 2014 in Berlin vor dem Reichstag (rechts hinten) Ilja Seifert

Presseerklärung des ABiD zum 5. Mai
Anläßlich des Europaweiten Aktions- und Protesttages der Menschen mit Behinderungen erklärt namens des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland  „Für Selbst-bestimmung und Würde“ e.V. (ABiD), dessen Vorsitzender Ilja Seifert:

Gebraucht wird: Wille zur Veränderung

Die Staatenprüfung des UN-Fachausschusses für die Umsetzung der Behindertenrechts-Konvention bestätigte wesentliche Kritikpunkte, die der ABiD seit Jahren erhebt:

• Noch immer besteht eine defizitbetonende, eher medizinische Sicht auf Behinderung.
Gebraucht wird eine Definition, die die Wechselwirkungen von (individueller) Beeinträchtigung und (kollektiven) Umweltbedingungen erkennt und von da aus Veränderungen organisiert: Rechtsansprüche statt Wohlverhaltens-Almosen.
• Noch immer besteht ein ungleich höheres Armutsrisiko für Menschen mit Behinderungen (und unsere Angehörige).
Gebraucht werden einkommens- und vermögensunabhängige Nachteilsausgleiche.
• Noch immer ist das deutsche Schulbildungssystem von Separation geprägt.
Gebraucht wird ein gut ausgestattetes inklusives Bildungswesen.

Hier finden Sie die Presseerklärung im Volltext:
• Datei: ABiD-PE_01b-2015_zum_5._Mai_2015.pdf

Kommt zur Demo am 5. Mai nach Berlin
Aufruf zur Protestveranstaltung am 05. Mai 2015 in Berlin
Zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen rufen wir gemeinsam zur Demonstration und anschließender Kundgebung auf. Unser diesjähriges Motto lautet:

„Aufzug statt Auszug“

Damit protestieren wir gegen jegliche Formen der Diskriminierungen, die immer noch durch bauliche Maßnahmen stattfinden. Wir fordern 100prozentige Barrierefreiheit ohne faule Kompromisse. Wir wollen unsere Forderungen gemeinsam an die Öffentlichkeit und die Politik herantragen.
11:00 Uhr: Beginn der Demonstration am Bundeskanzleramt

11:30 Uhr: Marsch vom Bundeskanzleramt zum Brandenburger Tor

Inklusive Aktion: Wir reißen Mauern ein!

12:30 -13:30 Uhr: Kundgebung am Brandenburger Tor

Wir fordern:
•die Veränderung aller Bauordnungen, damit die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden;
•ein städtebauliches Förderprogramm zur Beseitigung von bestehenden Barrieren im öffentlichen Raum. Komplette Umsetzung des Zwei-Sinne-Prinzips;
•ein Umdenken beim Denkmalschutz, der die verbrieften Menschenrechte von Menschen mit Behinderung seit vielen Jahren mit Füßen tritt;
•Wahrnehmung der Interessen von Menschen mit Behinderungen durch öffentliche Kampagnen von Bund, Ländern und Kommunen, insbesondere für keine Barrieren auf dem Arbeitsmarkt;
•wir fordern ein Bundesteilhabegesetz  – Jetzt;
•Unabhängigkeit im Rahmen eines selbstbestimmten Lebens durch Beratungsstellen, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten (sog. peer-counseling).
Für die Veranstalter, der BBV
• Link: Hier gehts zum Aufruf:

Bild: ABiD-PB. Auf dem Podium haben Platz genommen (von links) Frau Elisabeth Scheier, Markus Graubner, Prof. Eberhard Eichenhofer, Prof. Swantje Köbsell und Dr. Jürgen Hildebrand

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiD-PB. Auf dem Podium haben Platz genommen (von links) Frau Elisabeth Scheier, Markus Graubner, Prof. Eberhard Eichenhofer, Prof. Swantje Köbsell und Dr. Jürgen Hildebrand

Mitwirkungsaufruf im Projekt - Alt werden mit Behinderung
Der ABiD e.V. führt in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und dem Sozialverband Volkssolidarität das Forschungsprojekt „Alt werden mit Behinderung - mittendrin ein Leben lang“ (AwmB) durch. Dieses wissenschaftliche Forschungsprojekt wird dankenswerter weise durch das BMAS über einen Zeitraum von 24 Monaten gefördert.
Das Projektteam (siehe Bild) hat die ABiD-Landesverbände sowie weitere Interessierte zur ersten Info-Veranstaltung / Workshop am 25.04. nach Berlin eingeladen.
Nach drei Impulsreferaten durch Prof Eberhard Eichenhofer (UNI Jena), Frau Prof. Swantje Köbsell und Dr. Jürgen Hildebrand über die Situation von älteren Menschen mit Behinderung gab es im Anschluss eine angeregte Diskussion, deren Kernpunkte in die wissenschaftliche Arbeit des Projektes einfließen sollen. Im Kern ging es um die Fragen: was macht im Alter das Leben schwer und wie kann es leichter werden? Welche Erschwernisse erwachsen aus der Behinderung?
Welche Möglichkeiten haben und welche Unterstützung brauchen Menschen mit Beeinträchtigungen im Alter?
Deshalb sollen 100 narrative (Tiefen-) Interviews durchgeführt werden, um darzustellen, wie individuelle und familiäre Lebenssituationen bewertet werden und mit welchen Strategien auf Einschränkung der Teilhabechancen reagiert wird und im Sinne einer sozialräumlichen Betrachtung sollen individuelle und strukturelle Gegebenheiten in Bezug zueinander sichtbar gemacht werden.
Durch die Auswahl der zu interviewenden Personen sollen insbesondere die Lebensbedingungen von alten und hochaltrigen Menschen, die in den neuen Bundesländern leben, erfasst werden. Wer sich als Interviewer oder als älterer Mensch mit Behinderung an dem Projekt beteiligen will kann sich beim ABiD melden.
Bericht: P. Braun 27.04.2015
Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

weitere Infos im Mitwirkungsaufruf hier:
• Link: Berliner-Behindertenzeitung

• Datei: Mitwirkungsaufruf.pdf

ZERO-Projekt-Konferenz in Wien mit Beteiligung des ABiD
Am 25. Februar begann die ZERO-Projekt-Konferenz 2015 in Wien mit der Preisverleihung "Innovative Politics und Innovative Practices", Unter den 69 prämierten ZERO-Projekten aus aller Welt sind heute auch Corina Zelle und Andreas Vega aus Deutschland. Ich konnte ihnen mit großer Freude gratulieren.
Die Konferenz tagte zwei Tage lang. Das Programm ist sehr umfangreich. Viele Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen.
Unser Panel während der ZERO-Konferenz widmete sich der Vertiefung der Zusammenarbeit von Behinderten-Selbstvertretungsorganisationen im Gemeinsamen Haus Europa. Die Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Azerbaidzhan, Georgien, Irland, der Ukraine und Deutschland war gut besucht. Das Publikum beteiligte sich rege. Der Kooperation auf gleicher Augenhöhe wird große Bedeutung beigemessen.
Beim abschließenden Plenum der ZERO-Konferenz im großen Saal der UNO-City konnte ich die wichtigsten Ergebnisse unseres Workshops vorstellen:
- Europa ist größer als die EU. Wir wollen am gemeinsamen Haus Europa arbeiten.
- Immer noch - und immer wieder - müssen wir den medizinischen Blick auf Menschen mit Behinderungen zugunsten eines sozialen zurückdrängen. Und schließlich muß die Menschenrechtsperspektive Platz greifen.
- Unsere Selbstvertretungs-Organisationen (europa- und weltweit) können und müssen selbstbewußt unsere Probleme - und Lösungsvorschläge! - vortragen. Wenn wir uns selbst ernst nehmen, tun das auch andere (z.B. Regierungen; andere zivilgesellschaftliche Organisationen; Wirtschaftsvertreter usw.)
Bericht: Ilja Seifert
Bild: I. Seifert, privat

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Monitoringstelle fordert Wahlrecht für alle!
Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention: Wahlrecht auf alle Erwachsenen mit Behinderungen ausweiten

Berlin - Anlässlich der Bürgerschaftswahl am 15. Februar in Hamburg fordert die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die Länder auf, das Wahlrecht zügig nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auszugestalten.

„Das Wahlrecht muss dringend auf alle Erwachsenen mit Behinderungen ausgeweitet werden“, erklärt Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle. Noch immer könnten nicht alle Menschen mit Behinderungen in Deutschland an einem zentralen Vorgang der demokratischen Willensbildung teilhaben. Das gelte auch für Hamburg. „Aktuelle Wahltermine verstreichen, ohne dass die Länder ihr Wahlrecht an die Behindertenrechtskonvention angepasst haben“, kritisiert Aichele. „Ein trauriges Ergebnis nahezu sechs Jahre nach Inkrafttreten der Konvention für Deutschland.“ Die diskriminierenden Klauseln in den Gesetzen der Länder und des Bundes müssten zügig gestrichen werden. Dass abgewartet werde, was in der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragten Studie zum Wahlrecht herauskommt, bewertet die Monitoring-Stelle als „Verzögerungstaktik“ und „menschenrechtlich nicht vertretbar“.

Laut Monitoring-Stelle betreffen die gesetzlichen Ausschlüsse Personen, bei denen die Betreuung in allen Angelegenheiten angeordnet wurde und Menschen mit psycho-sozialen Beeinträchtigungen, die sich aufgrund einer strafgerichtlichen Anordnung im Maßregelvollzug befinden, also eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und deswegen dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.

Mit der Aufgabe, das Wahlrecht inklusiv zu gestalten, sei Hamburg jedoch nicht allein, erklärt Daniel Scherr, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut und Autor des heute veröffentlichten Diskussionspapiers „Ergebnisse der Normenprüfung zum Berliner Wahlrecht“. Darin wird die Berliner Rechtslage im Detail untersucht und festgestellt, dass Vorschriften, die bestimmte Menschen mit Behinderungen vom Wahlrecht ausschließen, nicht mit der UN-Behindertenrechtskonvention vereinbar sind. Im bundesweiten Vergleich habe die Prüfung der Wahlgesetze mit Blick auf den Ausschluss von Menschen mit Behinderungen ergeben, dass entsprechend kritikwürdige Vorschriften aktuell in allen Bundesländern bestehen.

„Es ist davon auszugehen, dass Deutschland für dieses schwerwiegende Umsetzungsdefizit schon im März dieses Jahres von den Vereinten Nationen gerügt wird“, gab die Monitoring-Stelle weiter zur Kenntnis. Deutschland werde am 26./27. März 2015 durch das unabhängige UN-Gremium zur UN-Behindertenrechtskonvention geprüft.
Hier geht es zur Monitoring-Stelle:

• Link: Infos der Monitoringstelle

Gedenken an die Opfer der Nazi-"Euthanasie" in Berlin
Alljährlich am 27. Januar treffen wir uns an der Gedenkstätte für die Opfer der Nazi-"Euthanasie" in der Berliner Tiergartenstraße 4.
Der massenhafte und systematische Mord an "Idioten", "Krüppeln" und anderen Menschen, deren Leben - von extra darauf geschulten Ärzten - als "unwert" eingestuft wurde, darf ebensowenig vergessen werden wie der an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kommunisten, Sozialdemokraten und anderen Antifaschisten. Aktuelle Entwicklungen der moderen Medizin lassen durchaus befürchten, daß der Gedanke, bestimmte "Erb-Krankheiten" auszumerzen, indem man das Leben dieser Menschen verhindert, durchaus noch vorhanden - und Antrieb für gewisse politische Entscheidungen und entsprechende medizinische Forschungen - ist.
Diesmal ging dem eine Gedenkstunde im Gebäude der Topographie des Terrors voraus.
Ilja Seifert, Berlin am 27.01.2015
• Datei: Bild.pdf

Thüringer Ehrenamtscard an aktive Mitglieder vergeben
In der Oberbösaer Gaststätte trafen sich die Vertreter aus den Vereinen des Ortes am Ende des vergangenen Jahres. Neben der Bürgermeisterin Frau Bärbel Köhne waren folgende Gäste anwesend: Herr Steffen- Claudio Lemme, Bundestagsabgeordneter, Herr Torsten Blümel, Stellvertreter der Landrätin, Frau Janin Panse vom Jugend- und Sozialamt im Landratsamt des Kyffhäuserkreises, Herr Karl-Heinz Kämmerer, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Greußen,  Herr Helmut Ullrich, Kreisschützenmeister. Herr Egon Haupt als Organisator dieser Veranstaltung  (Ansprechpartner der Patientenvertretung Thüringens/ Kyffhäuserkreis) begrüßte die Gäste mit einem Glas Sekt und stieß mit allen Anwesenden auf eine gute Zusammenarbeit an. Er freute sich sehr über die zahlreich erschienenen Gäste. Sehr gefreut haben sich auch die Mitglieder der Patientenvertretung Thüringens (PVT)  über die Einladung zur Kaffeerunde. Beispielgebend kann die Zusammenarbeit der Oberbösaer Selbsthilfegruppe mit der PVT angesehen werden. Immerhin besteht diese schon 10 Jahre. So bedanken sich die Mitglieder der PVT  auf diesem Wege nochmals für die Einladung.
Nach dem Kaffeetrinken bekam Frau Panse das Wort und es erfolgte die Auszeichnung von 12 ehrenamtlich tätigen Personen mit der Thüringer Ehrenamtscard, was im Vorfeld nicht bekannt war. Von der PVT waren das  Michaela Schneider aus Oberheldrungen und Manfred Koch aus Westgreußen. Von der Schützengemeinschaft Oberbösa wurden Heike Karthäuser aus Niederbösa und Isabella Pabst aus Oberbösa beehrt. Es folgten Detlef Daniel, Immenrode, sowie Iris Elster von der Selbsthilfegruppe Oberbösa. Vom Feuerwehrverein Oberbösa erfolgte die Auszeichnung an Andrea Hecker und von der Freiwilligen Feuerwehr an Andreas Altenburg, beide aus Oberbösa. Vom Seniorenklub ging die Auszeichnung an Marie- Luise Busch, vom Kindergartenverein an Konstanze Tiedemann, vom Oberbösaer Karnevalsverein an Romy Haupt sowie an Jens Steinacker betreffs seines Einsatzes im örtlichen Gemeinwesen. Die Auszeichnungen erwiesen sich als würdige Überraschungen. Im Verlauf der Runde wurde viel diskutiert, es knüpften die Teilnehmer   weitere Kontakte. Als Einladung, den Bundestag zu besuchen, empfahl der Bundestagsabgeordnete Herr Lemme, was freudig angenommen wurde. Die gute Atmosphäre unter den Vereinen sorgte dafür, dass diese Runde länger dauerte als vorgesehen.
Richard Lang, i.A. der PVT

Bild: In Mitten der Ausgezeichneten der 2.Kreisbeigeordnete Torsten Blümel (Linke, 2.von rechts), Kreis- Ehrenamtsbeauftragte  Janin Panse (3. von rechts) und Bundestagsabgeordneter Steffen – Claudio Lemme (SPD, 2 von links).

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild: In Mitten der Ausgezeichneten der 2.Kreisbeigeordnete Torsten Blümel (Linke, 2.von rechts), Kreis- Ehrenamtsbeauftragte  Janin Panse (3. von rechts) und Bundestagsabgeordneter Steffen – Claudio Lemme (SPD, 2 von links).


Gratulation - 25 Jahre BBV
H e r z l i c h e n   G l ü c k w u n s c h!

Lieber Dominik Peter,
liebe BBV-Mitglieder,

es ist nun schon wieder ein Vierteljahrhundert her, daß sich – mitten im kalten Januar 1990 – hunderte Menschen mit Beeinträchtigungen voller Enthusiasmus in der Lichtenberger Körperbehindertenschule drängelten, um den Berliner Behinderten-verband zu gründen. Vieles lief damals chaotisch ab. Aber uns einte der Wille zur Verständigung. Wir wollten uns organisieren, um als gesellschaftlicher Faktor Kraft zu gewinnen. Unter uns weilten auch auswärtige Gäste und – was sich im Nachhinein als besonders vorausschauend erwies – etliche Betroffene aus West-Berlin. So wurde der BBV eine der ersten gesamtberliner Organisationen der Zivilgesellschaft.
Und der BBV war Keimzelle des Behindertenverbandes der DDR, den wir im April desselben Jahres im damaligen Pionierpalast in der Wuhlheide gründeten. Seit August 1990 existiert er als Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“ (ABiD) fort. Beide – und gemeinsam – erlebten wir Höhen und Tiefen. Wir sind Selbsthilfe und Interessenvertretung zugleich. Nicht zuletzt durch beharrliches – den Senat z.T. „nervendes“ – Wirken des BBV ist Berlin heute barrirereärmer und toilettenreicher, leben Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen selbstbestimmter und würdevoller als noch vor zweieinhalb Jahrzehnten. Trotzdem liegen noch jede Menge Hürden auf unserm Weg zu diskriminierungs- und stigmatisierungsfreier Teilhabe an allen Lebensbereichen. Der BBV wird also nach wie vor dringend gebraucht! Beispielsweise, um in unserer bunten, angesagten, hippen Hauptstadt der Vielfalt starke Akzente des Miteinander von Jung und Alt, einheimisch und zugezogen, behindert und nichtbehindert zu setzen.
Namens des ABiD gratuliere ich heute ganz herzlich zum „Silberjubiläum“ des BBV und wünsche ihm noch viele große Erfolge!

Ilja Seifert


Bild:ABiD-PB. - Dr. Ilja Seifer

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DBR-Sprecherwechsel - Dr. Ilja Seifert übernimmt 2015
Auf dem traditionellen Treffen am Welttag der Menschen mit Behinderungen heute am 3. Dez. in Berlin übergab Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland den Staffelstab an Dr. Ilja Seifert, dem Vorsitzenden des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland e.V, der im kommenden Jahr als Sprecherratsvorsitzender des DBR fungieren wird. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles, sowie Abgeordneten aller Parteien im Bundestag und die Präsidentin des Deutschen Sozialgerichtstages nahmen an der Veranstaltung, unter dem Titel "Ein Blick zurück und zwei nach vorn – Behindertenpolitik in Deutschland zwischen Fürsorge und Menschenrechten", teil. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fünf Jahre nach ihrem Inkrafttreten in Deutschland wurde mit dem Behindertenrat und den zahlreich erschienenen Gästen, öffentlich diskutiert. Die elf Forderungen, mit denen das Aktionsbündis heute seinen Anspruch auf gerechte Teilhabe und mehr Selbstbestimmung artikuliert hat standen dabei im Mittelpunkt.
Berlin, 03.12.2014 admin
DBR-Forderungen 2015:
• Datei: DBR2015-00085644D1417519412.pdf

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